Es sah erst nicht gut aus beim Auswärtsspiel der Wedemark Scorpions am vergangenen Freitag gegen die Moskitos Essen. Mit einem Rückstand von 1:3 mussten die Mellendorfer in die erste Drittelpause gehen. Im zweiten Drittel jedoch zeigte sich, dass die Verpflichtung von Neuzugang Björn Bombis eine gute Entscheidung war. Letztlich war er es, der durch ein Tor in Unterzahl (37.) im Mittelabschnitt und ein reguläres Tor (52.) sein neues Team zum Ausgleich schoss. Kurz vor Schluss konnte „ESC-Ami“ Charlie Adams auch noch zweimal einnetzen und seine Mannschaft somit erneut gegen ein Top-Team zum Sieg schießen. Die Partie am Essener Westbahnhof endete verdient mit 5:3 (1:3, 1:0, 3:0) für die Scorpions. Damit war die Position im Tabellen-Mittelfeld gesichert. Am Sonntag empfingen die Skorpione dann den direkten Tabellen-Nachbarn und somit derzeit größten Rivalen, die Harzer Falken aus Braunlage. Die Falken gehörten in der Vergangenheit stets zu den Teams, gegen die sich die Scorpions schwer taten. Und durchaus schien sich nicht wirklich ein deutlicher Favorit herauszukristallisieren. Zwar hatte die Wedemark deutlich mehr Tor-Chancen, scheiterte aber permanent am fast 1,90 Meter großen Schlussmann der Falken. Eine Minute vor Ende des ersten Drittels nutze Charlie Adams die Chance eines doppelten Powerplay und brachte sein Team damit in Führung. Im zweiten Drittel zeigte Braunlage seine Stärke, das temporeiche Aufbauspiel, noch einmal in voller Pracht, doch die Wedemärker Abwehr hielt Stand. Es waren fast sechs Minuten im Mitteldrittel gespielt, da war es erneut Charlie Adams, der das Hartgummi im Netz der Gäste versenken konnte. Das wollten die Falken nicht hinnehmen und revanchierten sich dreieinhalb Minuten später während einer Überzahl mit einem Gegentreffer. Die Gäste witterten ihre Chance und die Partie wurde deutlich härter und schneller. Doch die Spieler des ESC behielten starke Nerven und hielten das Tempo mit. Das Schlussdrittel ließ die knapp 460 Zuschauer noch einmal zittern. Beide Mannschaften lieferten sich ein erbittertes Duell mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Für die Scorpions wurde es am Ende doppelt schwer, als es zwei Minuten vor Ende noch eine Strafe gab und sie das Spiel in Unterzahl beenden mussten. Das wollte Braunlage für sich nutzen und nahm den Goalie aus dem Tor, um ihn gegen einen sechsten Feldspieler einzutauschen. Doch auch in dieser extrem gefährlichen 4-zu-6-Situation blieben die Scorpions stark und gewannen knapp aber verdient mit 2:1 (1:0, 1:1: 0:0). Am kommenden Wochenende geht es zunächst zum Auswärtsspiel zu den Crocodiles Hamburg nach Farmsen, am Sonntag, um 18.30 Uhr, gastieren dann die Akademiker von FASS Berlin im Mellendorfer Ice House.









