Der dritte Spieltag der Saison 2017/2018 bedeutete für die Hannover Scorpions erneut einen harten Brocken. Zu Gast in der heimischen hus de groot EISARENA war am vergangenen Freitag der letztjährige Oberliga-Nord Meister vom Herner EV. Gegen den als Favoriten gehandelten Gegner wollten die Scorpions angesichts des gelungenen Top-Starts vom vorangegangenen Wochenende auf jeden Fall erneut glänzen. Und tatsächlich sah es mit einem ersten 0:0 Zwischenstand auch gar nicht so schlecht aus. Beide Teams spielten ein schnelles und hochwertiges Eishockey, Chancen gab es auf beiden Seiten. Torlos blieb der Mittelabschnitt dann nicht mehr, die Führung für die Scorpions schoss Patrick Schmid in der 28. Minute im doppelter Überzahl. Elf Minuten später wiederholte sich das Szenario, dieses Mal jedoch andersherum. In doppelter Unterzahl mussten die gastgebenden Skorpione den Ausgleichstreffer hinnehmen. Im Schlussdrittel ging es dann um alles oder nichts. In der 51. Spielminuten gelang Andrej Strakhov im Nachschuss der erneute Führungstreffer für die Scorpions. Die letzten beiden Spielminuten mussten die Gastgeber in Unterzahl spielen und tatsächlich gelang den Gästen aus dem Ruhrpott der abermalige Ausgleich. Die über 1.000 Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen hatten sich bereits auf eine Verlängerung eingestellt, als nur 4,9 Sekunden vor dem Abpfiff ein Weitschuss der Herner den Mellendorfer Schlussmann passierte und im Netz landete. Mit dieser so knappen und bitteren Niederlage nach so hartem Kampf in den Knochen fuhren die Scorpions am Sonntag ins sächsische Taucha zu den Icefighters Leipzig, die zu diesem Zeitpunkt mit einem Punkt Vorsprung der direkte Tabellennachbar waren. Auch hier zeigte sich den Zuschauern und mitgereisten Fans ein Spiel auf Augenhöhe. In der zehnten Minute konnten die Leipziger zwar einen Führungstreffer landen, doch die Scorpions wollten die drei Punkte unbedingt. Nach Treffern von Christoph Koziol (15.), Sebastian Lehmann (17.) und Patrick Schmid (18.) gingen die Scorpions sogar führend in die erste Pause. Leipzig kam im Mitteldrittel besser ins Spiel und holte den Rückstand in den ersten fünf Minuten wieder auf. In der 27. Minute gelang Björn Bombis dann erneut der Führungstreffer. Zehn Minuten später konnte Leipzig erneut ausgleichen, doch Michael Budd legte nur 45 Sekunden später noch einmal nach. Zum Ende des zweiten Drittels, es sollte gerade einen Bully vor dem Tor der Hannoveraner geben, ging in der Halle in Taucha plötzlich das Licht aus, was für eine verfrühte Drittelpause sorgte. Den Schlussabschnitt starteten die Teams mit 1:15 mehr auf der Uhr, tauschten dann schnell die Seiten und gingen nahtlos in das dritte Drittel über. Es war keine Minute gespielt, da konnten die Gastgeber erneut ausgleichen. Und wieder legten die Scorpions durch Michael Budd (43.) nach und gingen erneut in Führung. Fünf Minuten lang sollte der Zwischenstand trotz intensiv geführtem Spiel so bleiben, bis Scorpions-Schlussmann Björn Linda erneut das Hartgummi im eigenen Netz wiederfand. Als dann in der 52. Spielminute auch noch der Führungstreffer für Leipzig fiel, schien sich die Geschichte zu wiederholen. Die Scorpions gaben noch einmal alles und legten ihre ganzen Reserven in das Spiel. Doch auch der Tausch des Goalies gegen einen sechsten Feldspieler brachte nicht das benötigte Tor, so dass die Scorpions dieses insgesamt torreiche Spiel erneute ohne Punkt verlassen mussten. „Wir wussten, dass es ein schwieriger Start werden würde. Die Gegner zu Beginn der Saison sind schon harte Brocken“ relativiert Coach Dieter Reiss. Die nächste Herausforderung und Garant für ein Top-Eishockeypsiel wartet am kommenden Freitag, 13. Oktober um 20 Uhr auf die Scorpions, wenn die Hamburg Crocodiles zu Gast in Mellendorf sind. Einlass ist ab 19 Uhr.









